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Raum für Wirtschaft

Präsentation des Gewerbeflächenentwicklungskonzeptes für den Planungsraum II SH

Der Planungsdialog der KielRegion sei ein "herausragendes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit" betonte Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, in seiner Eröffnungsrede und begrüße die gut 70 Veranstaltungsgäste zu einem "informativen Meilenstein unserer wirtschaftlichen Entwicklung". Dieser Meilenstein war die Präsentation des gemeinsamen Gewerbeflächenentwicklungskonzepts der Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie der Landeshauptstadt Kiel und der Stadt Neumünster am Freitagnachmittag im Kieler Rathaus.

In den vergangenen sieben Monaten hatten Raumplaner und Wirtschaftsförderer der Region die vorhandenen und geplanten Gewerbeflächen im Planungsraum II erfasst, untersucht und bewertet. Die zukünftigen Flächenbedarfe wurden eingeschätzt, die Ansprüche der Wirtschaft an Flächen erfasst und in einem Flächenkonzept festgehalten.

"Regional sind wir einfach richtig gut aufgestellt", zog Stephan Kathke, Stadt- und Regionalentwickler vom Büro Basler + Partner Bilanz. Als Gutachter hatte er die Arbeit des Planungsdialogs der KielRegion begleitet. Insgesamt nähme die Wirtschaft im Planungsraum eine gute Entwicklung. Das zeigten der Beschäftigungsaufbau und die anhaltende Gewerbeflächennachfrage.

Die wichtigsten Ergebnisse des Gewerbeflächenentwicklungskonzeptes in der Übersicht:

· 117 Standorte wurden in der Bestandsaufnahme erfasst, davon sind 24 Standorte aufgrund der Bewertung nach Flächenreserven und Verfügbarkeit von regionaler Bedeutung, davon wiederrum sind 13 Standorte von überregionaler Bedeutung und sollen zukünftig verstärkt gefördert und gemeinsam vermarktet werden.

· Im Planungsraum II werden ca. 1.350 Hektar Gewerbeflächen genutzt. Etwa 150 Hektar stehen derzeit zusätzlich zur Verfügung und etwa 350 Hektar könnten erschlossen werden. Der zusätzliche Gewerbeflächenbedarf bis 2030 wird je nach Prognose zwischen 140 und 420 Hektar betragen.

· In der Region gibt es ausreichend potentielle Gewerbeflächen. Diese müssen schrittweise aktiviert und genutzt werden, um den erwarteten Bedarf zu decken.

· In Kiel zeigt sich ein Flächenengpass, der u.a. durch die Nutzung von Flächen im Umland ausgeglichen werden kann. Die Stadt Neumünster ist mit ihren aktuell verfügbaren und potentiellen Flächen gut aufgestellt. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde muss Potentialflächen erschließen und weitere planen. Der Kreis Plön wird dem zu erwartenden Bedarf gerecht, wenn hier die geplanten Flächen erschlossen werden.

Stephanie Ladwig, Landrätin des Kreises Plön hob die Bedeutung der regionalen Kooperation hervor und plädierte dafür, das Konkurrenzverhältnis langfristig aufzulösen: "Wenn um uns herum viel passiert und wir diesen Prozess geschickt nutzen, dann sind wir alle Nutznießer - mal hat der eine mehr Nutzen, mal der andere."

Der nächste Schritt wird die gemeinsame Vermarktung der Gewerbeflächen sein. Dr. Rolf-Oliver Schwemer, Landrat im Kreis Rendsburg-Eckernförde stellte fest: "Wenn wir deutschlandweit sichtbar sein wollen, dann gelingt das am besten, wenn wir uns als KielRegion aufstellen!"

Hintergrundinformationen:

Der Planungsdialog der KielRegion versteht sich als gemeinsame Struktur der Raumplaner und Wirtschaftsförderer der Region. Diese regionale Kooperation zeichnet sich dadurch aus, dass Wirtschaftsförderer und Planer gemeinsam an der Abstimmung, Entwicklung und Vermarktung von bedeutsamen Gewerbestandorten arbeiten. Mit der Erstellung des Gewerbeflächenentwicklungskonzepts ist ein wichtiger Schritt zu einer gemeinsamen regionsübergreifenden Gewerbeflächenentwicklung und einer aktiven Angebotsplanung gemacht.

Die Landesregierung arbeitet derzeit an der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans. Der neue Plan soll den Landesentwicklungsplan 2010 ersetzen und die Perspektiven für Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2030 aufzeigen. Zeitgleich erfolgt die Neuaufstellung des Regionalplans II. Der Planungsraum II umfasst die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie die Landeshauptstadt Kiel und die Stadt Neumünster. Der neue Regionalplan II soll auch Aussagen zur regionalen Gewerbeflächenentwicklung treffen. Das Gewerbeflächenentwicklungskonzept wird also ein Beitrag der Region zum Regionalplan sein.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel, der Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön, der Stadt Neumünster sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde mbH & Co. KG, der Wirtschaftsförderungsagentur Kreis Plön GmbH und der KiWi, Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH sowie der Wirtschaftsagentur Neumünster GmbH.


Vorträge: Gewerbeflächenentwicklung für den Planungsraum II

Sabina Groß, Staatskanzlei, Abt. Landesplanung, Personal, Haushalt

Stephan Kathke, Ernst Basler + Partner

 

Presse:
Berichterstattung der Kieler Nachrichten

Berichterstattung der Landeszeitung, SHZ

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