Veranstaltung

Praxis der Biomassenutzung

Der diesjährigen Einladung zur Veranstaltungsreihe „Werkstatt – Wissenschaft – Wirtschaft: Praxis der Biomassenutzung“ 2010 folgten am 05. Oktober 2010 rund 130 Teilnehmer aus Wissen­schaft und Wirtschaft ins Wissenschaftszentrum Kiel. In kurzen Vorträgen stellten sechs Referenten die Perspektiven der gesetzlichen Rahmenbe­dingungen (EEG, BlmSchG), der Biogasproduktion aus biogenen Reststoffen, der Verbren­nung von Stroh und Getreide sowie der dezentralen Kraftwärmekopplung auf Basis fester Biomasse vor.

Dr. Hans Jörg Brauckmann von der Universität Osnabrück betrachtete das Thema der Separierung von Biomasse als Vor- oder Nachbehandlung der Biogasproduktion. Aufgrund hoher Transportkosten, insbesondere der flüssigen Fraktionen, sieht er vor allem in der Gärrestteilaufbereitung, bei passenden Rahmenbedingungen aber auch in der Gärrestvollaufbereitung eine sich wirtschaftlich lohnende Alternative zur unbehandelten Verwendung.

Thomas Hering von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft griff die technische Seite des Themas auf. Er erläuterte die aktuellen Kesseltechnologien zur Verbrennung von Stroh und Getreide und wies auf die Schwierigkeiten hin, die beim Stand der derzeitigen Technologie im Hinblick auf das geltende Emissionsschutzgesetz auftreten können. Diese werden sich ab 2014 aus seiner Sicht allerdings noch verschärfen, da das dann novellierte Bundesimmissionsschutzgesetz noch geringere Emissionswerte bei der Verbrennung von Stroh und Getreide zulässt.
 

Diese Werte sieht auch Ernst Gerlinger, Geschäftsführer der Biokompakt Heiztechnik GmbH aus Österreich, als derzeit kaum realisierbar an. Er stellte den Teilnehmern die Funktionsweise seines entwickelten Biomassenkessels vor, der durch die bloße Anpassung in der elektronischen Steuerung mit 35 ver­schiedenen Arten von Biomasse betrieben werden kann. Daran anknüpfend brachte Karsten Müller Jansen, Stadtwerke Flensburg Energieser­vice GmbH, eine weitere umweltfreundliche Energieerzeugungstechnik ins Spiel: Den Einsatz von Stirling Motoren. Diese wandeln bereits in einem kleinen Holzheizwerk in Langballig thermische Energie in besser einsetzbare Energieformen um. Mit den dort gesammelten Erfahrungen plant er die Umsetzung einer technisch gleichwertigen, aber deutlich größeren Anlage in Tarp.

Beim abschließenden gemeinsamen Abendessen folgten ange­regte Diskussionen und fachliche Gespräche.

 Partner der Veranstaltung sind das Kompetenzzentrum Biomassenutzung, die Wirt­schafts?Förderungs?Agentur Kreis Plön, Die Wirtschaftsförderungs?Gesellschaft des Kreises Rendsburg?Eckernförde mbH, die Investitionsbank Schleswig?Holstein und die Kieler Wirt­schaftsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH.

Anmelden

Kontakt

KiWi GmbH
Wissenschaftspark Kiel
Neufeldt Haus
Fraunhoferstraße 2 - 4
24118 Kiel

Fon: 0431/24 84 - 0
Fax: 0431/24 84 - 111

E-Mail
Kontaktformular