KiWi behind the scenes: unsere Schülerpraktikantin berichtet!

Liebe Leser*innen,

am Montag, den 10.02.2020, war es soweit: Mein zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum bei der KiWi, Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH, sollte endlich beginnen.

Ich war ganz schön aufgeregt, als ich die Treppen hoch zur KiWi ging. Im zweiten Stock des Neufeldt-Hauses wurde ich dann von Klaus Mursch, der sich im Unternehmensservice mit den Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft beschäftigt, in Empfang genommen. Er zeigte mir erst einmal alles und einer der ersten Sätze, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte, war: ,,In den zwei Wochen, die du bei der KiWi bist, gehörst du zu uns, wie jede und jeder andere hier auch!“ Das hatte er richtig schön gesagt. Ich fühlte mich sofort wohl und die Aufregung fiel von mir ab.

Ich bekam meinen eigenen Arbeitsplatz, der voll ausgestattet war mit Stiften, Blöcken und einem Computer. Nancy Nienaß, die Assistentin der Geschäftsführung, half mir direkt bei der Einrichtung und dann ging es um 10 Uhr auch schon zu meinem ersten Termin, einer Teambesprechung mit allen Mitarbeitern der KiWi. Werner Kässens, der Geschäftsführer der KiWi, stellte mich einführend mit den Worten vor: ,,Celina Schmill ist für die nächsten zwei Wochen unsere neue Mitarbeiterin.“ Ich fühlte mich also auch hier gleich wie ein Teil des Teams. Als ich mich dann selbst kurz vorgestellt habe, blickte ich in die Runde und schaute in so viele freundliche und lächelnde Gesichter, dass ich sofort wusste: Dieses Praktikum wird ein schönes Praktikum!

An meinem ersten Tag lernte ich direkt sehr viel über die KiWi, was eine Wirtschaftsförderung genau macht und wie all das funktioniert. Ulrike Fedders, die sich unter anderem um die Veranstaltungsorganisation in der KiWi kümmert, weihte mich in die vielseitigen Strukturen ein, die hinter einem einzelnen Event stehen. Ich war sehr erstaunt, vor allem, wie ich mich beispielsweise beim Catering zahlentechnisch verschätzt hätte. Daraufhin erhielt ich von Kai Oehlschläger einen Einblick in die Finanzen. Er brachte mir die ganzen Zahlen, wie z.B. Projektkosten und entsprechenden Konzepten, sehr verständlich näher. Ehe ich mich versah, war mein erster Arbeitstag dann auch schon vorbei und ich freute mich auf die nächsten Tage.

Bei meinem Praktikum war der Schwerpunkt auf Marketing und Unternehmenskommunikation gelegt, da ich mir das im Vorhinein gewünscht und in meiner Bewerbung so angegeben hatte. Am zweiten Tag ging ich morgens also in das Marketing-Büro und bekam von Torben Tombarge, der für Online-Kommunikation der KiWi und der Digitalen Woche Kiel verantwortlich ist eine kompakte Einführung. Genau eine Woche blieb ich im Team rund um Yvonne Smith, der Leiterin des Marketing- und Kommunikationsbereichs. In dieser Woche hatte ich viele ganz unterschiedliche Dinge zu erledigen, die mir einen breit gefächerten Einblick in das Marketing ermöglichten.

Ich nahm an vielen Terminen teil, wie z.B. einem Meeting mit Jonas Dageförde, dem Chief Digital Officer der Landeshauptstadt Kiel, wo aktuelle To-Dos und Planungen zur Digitalen Woche Kiel besprochen wurden. Außerdem war ich immer bei den sogenannten Jours Fixes, bei denen sich das Marketing-Team über momentan anstehende Themen austauscht und berät. Generell wurde ich viel mit eingebunden, durfte meine Meinung äußern und Verbesserungsvorschläge anbringen, wie z.B. zur Instagram-Seite der Digitalen Woche Kiel und was ich dort ändern würde. Bei Torben Tombarge konnte ich hinter die Kulissen des Social Media Marketings blicken. So habe ich mich mit den Insights und Analytics einzelner Social Media Kanäle befasst. Es war sehr interessant zu sehen, was man hier für Hintergrundinformationen, wie z.B. Linkaufrufe etc. erfahren konnte. An einem Beitrag für die Website der Digitalen Woche Kiel durfte ich auch mitarbeiten. In diesem Zuge konnte ich unter anderem eine Collage für den Beitrag und einen eigenen Text entwerfen. Bei der Auswahl meiner Tätigkeiten nahm das Marketing-Team Rücksicht auf meine Interessen, wie das Fotografieren und Gestalten, sodass ich auch eigene Designs erstellen durfte. Bei Kristina Steigüber lernte ich dann ein Webanalysetool kennen und wie man damit arbeitet. Auch hier war ich erstaunt, wie viel man mit so einem Tool über die Nutzung von anderen Leuten auf der eigenen Website herausfinden kann. Zu den genauen Zahlen erstellte ich dann eine Tabelle mit Diagrammen. In meiner Woche beim Marketing-Team bekam ich also einen großen Einblick in viele Programme, wie z. B. besagtes Webanalysetool oder ein Content Management System, mit dem ich den Blogbeitrag erstellte. Diese nun neu erworbenen Vorkenntnisse werden mir in meinem späteren Leben bestimmt noch weiterhelfen.

In meiner zweiten Woche bei der KiWi startete ich am Dienstag im Digitale Woche Kiel Büro bei Anna-Lena Kühl, die im Veranstaltungsmanagement tätig ist. Sie erzählte mir viel über die Digitale Woche Kiel, was man alles beachten muss und wie viel Organisation dahinter steckt - das habe ich definitiv unterschätzt. Im Anschluss daran durfte ich ein Brainstorming für die diesjährige #diwokiel starten, in dem ich mir überlegt habe, was ich denn noch an Veranstaltungen oder Give-Aways interessant finden würde.

Am Mittwochvormittag durfte ich mit zum sogenannten Unternehmensfrühstück, das im KITZ in der Schauenburger Straße stattfand: Beim Unternehmensfrühstück ziehen alle Anwesenden, von Geschäftsführer*innen bis Projektleiter*innen, ein Los beim Betreten des Raumes und setzen sich je nach Los an unterschiedliche Tische. Mit dieser Methode fördert man in einer netten Atmosphäre den Austausch zwischen unterschiedlichen Konzernen, was natürlich auch die Wirtschaft eines Standorts stärkt. Am Nachmittag traf ich dann wieder im Wissenschaftspark bei der KiWi ein und ging für den Rest des Tages zu Philip Weiß ins Büro, der im Immobilienservice und bei der Projektentwicklung tätig ist. Er hatte sich etwas Besonderes überlegt: Erst erzählte er mir etwas über sein Projekt in Friedrichsort und fuhr dann anschließend mit mir zusammen dorthin, um mir alles einmal in echt zu zeigen. Es war sehr interessant zu sehen, was auf so einer riesigen alten Industriefläche geplant wird, und ich bin sehr gespannt, wie das Areal „StrandOrt Kiel“ am Ende aussehen wird.

Meinen vorletzten Tag verbrachte ich bei Felix Pape, der Projektleiter von Kiel.Works ist. Kiel.Works ist ein neues Projekt der Kieler Wirtschaftsförderung, bei dem die Studierenden nach ihrem Studium in Kiel gehalten werden sollen. Dies wird dann unter anderem über verschiedene Veranstaltungen gefördert, bei denen Unternehmen und Studenten:innen miteinander ins Gespräch treten und im Idealfall mit einem Arbeitsvertrag nach Hause gehen. Er gab mir zu Beginn noch mal eine kleine Einführung in sein ganzes Thema, daraufhin war es meine Aufgabe, im Internet nach Trainee-Programmen Ausschau zu halten, die in Kiel angeboten werden. Am Nachmittag ging es es dann für Felix Pape zu einem Impulsworkshop mit den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung, bei dem ich ihn begleiten durfte.

Freitag brach dann leider schon mein letzter Tag an. Dieser begann mit einem Abschlussgespräch mit Klaus Mursch über mein Praktikum. Wir besprachen, wie das Praktikum so lief und welches meine Highlights waren. Anschließend stellte ich zusammen mit dem Marketing-Team den Beitrag, den Ihr jetzt gerade lest, fertig. An diesem habe ich, über die zwei Wochen verteilt, jeden Tag ein bisschen geschrieben. Als sich der Freitag dann dem Ende neigte, verabschiedete ich mich von allen. Als kleines Dankeschön für die schöne Zeit, die ich hier verbringen durfte, hatte ich bereits am Morgen einen kleinen Kuchen für alle bereitgestellt. Es war eine sehr schöne Zeit hier bei der KiWi.

Für die Leute, die sich diesen Bericht hier gerade durchlesen, weil sie am überlegen sind, ob sie hier ein Praktikum machen wollen oder sogar vielleicht hier anfangen wollen zu arbeiten: Ich kann es Euch nur ans Herz legen. Die KiWi ist so ein toller Ort zum Arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alle superfreundlich und offen, es herrscht ein sehr positives und lockeres Arbeitsklima und man freut sich jeden Tag aufs Neue hierher kommen zu dürfen - bei mir persönlich war es zumindest so, so schnulzig das jetzt auch klingen mag. Ich habe bei der KiWi Dinge fürs Leben gelernt!

Celina Schmill (16 Jahre jung)