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Land unterstützt Erneuerung der Gleisanlage Holtenau-Friedrichsort

Wichtiger Schritt zur Entwicklung des Zukunftsareals StrandOrt Kiel

Die rund drei Kilometer lange Gleisanlage Holtenau-Friedrichsort führt vom Bahnübergang Schusterkrug zum Plüschowhafen und von dort zum Gleisanschluss des Industriegebiets StrandOrt Kiel (ehemaliges Werksgelände MaK, Vossloh) in Friedrichsort. Die gesamte Gleisanlage muss modernisiert werden, damit die Anbindung an das überregionale Schienenverkehrsnetz dauerhaft sichergestellt wird.

Die Modernisierung des Gleisanschlusses ist ein erster Baustein für die von der Landeshauptstadt Kiel angestrebte Revitalisierung des Gewerbegebietes StrandOrt Kiel.

Das Land Schleswig-Holstein fördert das Projekt mit Mitteln von mehr als einer Million Euro aus dem „Landesprogramm Wirtschaft“. Am Mittwoch, 28. April, überreichte Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, den Zuwendungsbescheid an Oberbürgermeister Ulf Kämpfer.

„Mit dem StrandOrt Kiel entsteht in Friedrichsort ein innovativer Standort für Industrie, Produktion und Digitalisierung. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit der Kieler Wirtschaftsförderung und mit Unterstützung des Landes jetzt diesen ersten wichtigen Schritt gehen können, der am Anfang einer aufwendigen Entwicklung des Geländes steht“, erklärt Kämpfer.

Das Areal in Friedrichsort wurde geprägt von mehr als 150 Jahren Geschichte im Lokomotiv-, Rüstungs- und Motorenbau. Der nördliche Teil des Geländes war mit seinen Gleisanschlüssen und Produktionshallen lange Zeit Sitz des Lokomotiv- und Bahninfrastrukturherstellers Vossloh.

Auf diesem rund 34 Hektar großen Teil des Gewerbegebiets befinden sich heute etwa 30 Produktions- und Lagerhallen in unterschiedlichen Erhaltungszuständen sowie die Gleisanschlüsse, die wieder in Betrieb genommen werden. Die Landeshauptstadt Kiel und die Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi) planen in den kommenden Jahren eine aufwendige Revitalisierung der Anlagen und eine moderne verkehrliche und technische Erschließung. Auch eine bessere Anbindung an den historischen Ortskern Alt-Friedrichsort soll geschaffen werden.

„Ein Gewerbegebiet für nachhaltige Produktion und Industrie 4.0 braucht eine vielseitige Mobilität. Friedrichsort steht traditionell und zukünftig für ein innovatives Zentrum der Bahntechnik. Wir brauchen eine gute Infrastruktur für diese industrielle Perspektive in Kiel“, erklärt Werner Kässens, Geschäftsführer der KiWi.

Alle Informationen zum Projekt StrandOrt Kiel finden Interessierte im Internet unter www.strandort-kiel.de.

Gleisanlagen werden instandgesetzt und wieder in Betrieb genommen

Die Gleisanlage Holtenau-Friedrichsort ist Eigentum der Landeshauptstadt Kiel und wird in deren Auftrag von der Seehafen Kiel GmbH & Co.KG betreut. Der Ausbau und die Modernisierung der Anlage wird vom Land mit insgesamt 1,043 Millionen Euro gefördert. Die Mittel werden im Rahmen des Landesprogramms Wirtschaft als Teil der Förderperiode 2014-2020 der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Verfügung gestellt.

„Moderne Infrastrukturen sind das A und O, um Standorte zukunftssicher aufzustellen. Schon vorhandene Anbindungen zu nutzen, zu erneuern und damit alte Industrieflächen zu revitalisieren, ist genau der richtige Weg. Das trägt nicht nur zur wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort bei, sondern setzt auch ein Ausrufezeichen beim Thema Nachhaltigkeit. Die Landesmittel sind hier also sehr gut angelegt“, betont Minister Dr. Bernd Buchholz.

Die rund 3,5 Kilometer lange Gleisanlage soll einer Grundinstandsetzung unterzogen werden. Dafür muss abschnittsweise das Gleis erneuert werden. Schwerpunkt dabei ist der dreigleisige Bereich in Holtenau einschließlich der dortigen Weichen. Zudem soll die Sicherungstechnik modernisiert werden. Schließlich sind Gleisanpassungen an der Anlage auf dem Areal StrandOrt Kiel vorgesehen. Ziel ist es, diesen künftigen Ort der Produktion und der Innovation an das überregionale Schienenverkehrsnetz anzuschließen.

Die Arbeiten an der Gleisanlage beginnen voraussichtlich Anfang Juli dieses Jahres und sollen bis Oktober andauern. Die Gesamtkosten belaufen sich inklusive der Landesförderung auf rund 1,304 Millionen Euro.
 

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