Mit dem gestrigen 22. Industriepolitischen Dialog (IpD) setzt Kiel ein starkes Zeichen für die nachhaltige industrielle Entwicklung in der Landeshauptstadt.
Seit nunmehr elf Jahren steht das Format für eine verlässliche und strategische Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft, Kammern und Gewerkschaften. Der IPD spiegelt die Bedeutung der Industrie in der wirtschafts-politischen Priorisierung der Stadt wider.
Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat sich der Industriepolitische Dialog zu einer zentralen Plattform für Austausch, Vernetzung und industriepolitische Strategieentwicklung entwickelt. Die Bilanz unterstreicht die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Kiel:
Diese Zahlen belegen die wirtschaftliche Dynamik Kiels und die Wirksamkeit einer kontinuierlichen industriepolitischen Zusammenarbeit. Darüber hinaus hat sich der IPD für eine deutliche Industrieflächenentwicklung vor allem für den StrandOrt und für den Erhalt des Industriestandorts Lindenau eingesetzt. Die Mobilität über die Autobahn und den Flughafen waren ebenfalls politische Themen des IPD. Zudem haben zahlreiche Konferenzen zum Thema Verteidigungsindustrie und Bahntechnik in den Jahren stattgefunden. Auch für den Aufbau eines neuen Studiengangs Bauingenieurwesen an der HAW Kiel hat sich der IPD stark gemacht.
Gerade auch in schwierigen Situationen wie bei Caterpillar und der Gießerei in Friedrichsort hat der industriepolitische Dialog gezeigt, dass mit einem sozialpartnerschaftlichen Ansatz Arbeitsplätze gesichert und ausgebaut werden konnten. Tarifgebunde und mitbestimmte industrielle Arbeitsplätze sind dabei die zentralen Erfolgsfaktoren.
Mit dem Ende der Amtszeit von Dr. Ulf Kämpfer endet zugleich eine prägende Phase für den Industriepolitischen Dialog. Über viele Jahre hinweg hat er das Format aktiv begleitet, unterstützt und weiterentwickelt.
Der Industriepolitische Dialog spricht ihm seinen ausdrücklichen Dank für das langjährige Engagement aus und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
Der Blick nach vorn ist klar ausgerichtet. Drei zentrale Leitmotive prägen die zukünftige Entwicklung des Industriestandorts:
1. Neue Mobilität
Die Vernetzung maritimer Kompetenzen mit digitaler Steuerung, autonomen Systemen und Elektrifizierung stärkt die Innovationskraft branchenübergreifend.
2. TransportTechnologie & Energie
Von smarter Produktion bis zu grünen Energien: Projekte wie CAPTN unterstreichen Kiels Rolle als Modellregion für klimafreundliche Technologien.
3. Sicherheit
Maritime Sicherheit, Verteidigungstechnologien und spezialisierte Sensorik bilden ein wachsendes Zukunftsfeld mit hoher Relevanz.
Der 22. Industriepolitische Dialog markiert keinen Abschluss, sondern den Beginn einer neuen Entwicklungsphase. Im Fokus stehen:
Mit diesem klaren Kurs festigt Kiel seine Rolle als industrieller Motor Norddeutschlands –vernetzt und zukunftsorientiert.
Zukunftsvision der Industrie in Kiel - aktualisierte Version 2026
Wie ist die Kieler Industrie aufgestellt und welche Handlungsfelder gibt es, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein? Eine Vision - verfasst vom Industriepolitischen Dialog für die Landeshauptstadt.
Download (2 MB)Der Industriepolitische Dialog bildet seit nunmehr einem Jahrzehnt eine zentrale Kommunikations- und Austauschplattform der Kieler Industrie. In diesem Rahmen treffen sich regelmäßig die Veranstalter*innen: die Landeshauptstadt Kiel, die IHK zu Kiel, der Unternehmensverband Kiel e.V., die Gewerkschaften IG Metall Kiel-Neumünster, DGB Kiel Region und IGBCE Bezirk Schleswig-Holstein sowie die KiWi, welche die koordinierende Rolle für den Industriepolitischen Dialog übernommen hat und gemeinsam mit den Partnern Vertreter*innen der bedeutendsten Kieler Industriebetriebe sowie der Hochschulen einlädt.
Im Dialog werden die drängendsten Zukunftsfragen und Herausforderungen der lokalen Industrie hinterfragt, gemeinsame Lösungsansätze entwickelt und konkrete Maßnahmen abgestimmt, mit dem Ziel, die industrielle Wertschöpfung in Kiel nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln.
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