InnovationStart-ups
13. April 2026
Artikel teilen

Kieler Start-up Spotlight: curly.do bringt die Dauerwelle zurück in den Salon

Locken erleben ein Comeback – doch klassische Dauerwellen gelten oft als unpräzise, schwer reproduzierbar und nicht mehr zeitgemäß. Zudem bietet das herkömmliche Verfahren wenig bis keinen Raum für Kreativität.

Mit curly.do wird die Dauerwelle jetzt neu gedacht – aber nicht nur als Trend, sondern als Ausdruck von Individualität.

Das Kieler Start-up curly.do, gegründet von Friseurmeisterin Janine Falke und Beraterin Barbara Heinbockel, verbindet handwerkliche Expertise und Kreativität mit digitaler Unterstützung.

Mit einem ganzheitlichen Locken-System aus fundierter Haaranalyse, App-gestützter Produktauswahl und klar geführtem Prozess ermöglicht curly.do kontrollierte und reproduzierbare Ergebnisse – abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Kund*innen.

Möchten Sie externe Inhalte von YouTube laden?

Herzstück des Systems sind sieben innovative Wickelformen, die sich flexibel kombinieren lassen und so natürliche Bewegung, Struktur und Volumen erzeugen. Das Ergebnis: moderne Locken, die sich wie Naturwellen anfühlen und neue gestalterische Möglichkeiten im Salon eröffnen.

Curly.do gibt so Friseur*innen ein System an die Hand, mit dem sie wieder gestalten statt nur wickeln.

Portrait Frau ohne Locken
curly.do System
curly.do App im Einsatz
Portrait Frau mit Locken

Wir haben einmal genauer bei curly.do nachgefragt, wie sie bisher auf ihrem Weg in der Gründungszene in Kiel, sowohl finanziell als auch fachlich, unterstützt wurden und was für sie das Besondere am Kieler Wirtschaftsstandort ist.

Was bietet Euch Kiel als Gründungsstandort für Vorteile und welche Infrastruktur nutzt ihr?

Kiel bietet uns als Gründungsstandort kurze Wege zwischen Idee, Entwicklung und Produktion: Unsere curly.do Formen entstanden zunächst im 3D-Druck im FabLab Kiel und konnten anschließend mit einem regionalen Partner in Dänischenhagen bis zur serienreifen Werkzeug- und Formenproduktion weiterentwickelt werden. Besonders wertvoll war dabei der enge persönliche Austausch vor Ort, der schnelle Iterationen und passgenaue Lösungen ermöglicht hat.

Durch die vielseitigen Fördermöglichkeiten und verschiedensten Akteure in der Start-up Szene bietet Kiel optimale Bedingungen für alle Gründer*innen. Für uns war die frühe, intensive Gründungsberatung der KiWi sehr wertvoll, da sie uns beim strukturellen Aufbau des Start-ups maßgeblich begleitet hat.

Warum habt ihr Euch dazu entschlossen bei KielRegion.Accelerates teilzunehmen und was wünscht Ihr Euch als Output?

Wir haben uns für die Teilnahme bei KielRegion.Accelerates entschieden, um unser Unternehmen bewusst von außen spiegeln zu lassen. Ziel ist es, neue Perspektiven zu gewinnen, passende Expert*innen einzubinden und unsere bestehenden Strukturen strategisch weiterzuentwickeln. Mentor*innen und regionale Netzwerke haben dabei eine zentrale Rolle gespielt: Sie haben uns geholfen, Annahmen zu hinterfragen, Entscheidungen zu schärfen und unsere Vision klarer zu formulieren.

Bootstrapping, Venture Capital, Fördermittel, Darlehen, ... wie seid Ihr finanziert und welche Tipps habt Ihr für andere Start-ups auf der Suche nach Kapital?

Wir Gründerinnen finanzieren curly. do größtenteils selbst und setzen auf Bootstrapping. Zusätzlich erhielten wir finanzielle Unterstützung durch das Förderprogramm für innovative Start-ups in Schleswig-Holstein, den Seed-Invest-Bonus der WTSH, um unseren Prototypen zum Serienprodukt weiterzuentwickeln.

Was waren Eure größten Herausforderungen auf Eurem Weg bis heute und insbesondere bei der Suche nach externen Finanzmitteln?

Eine unserer größten Herausforderungen war es, die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse von Friseursalons rund um das Thema Locken klar zu verstehen und einzuordnen. Da curly.do ein spezialisiertes Thema bedient, variieren Wissenstand, Erwartungshaltung und Einsatzbereitschaft der Salons stark – diese Heterogenität erforderte intensive Gespräche, Tests und Anpassungen.

Was könnt Ihr anderen Gründer*innen als Tipps mit auf den Weg geben?

Unser wichtigster Rat an andere Gründer*innen ist daher: Geht früh und kontinuierlich in den direkten Austausch mit eurer Zielgruppe, auch wenn sie auf den ersten Blick „klar“ definiert scheint. Gerade in Nischenmärkten liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, genau zuzuhören, flexibel zu bleiben und das eigene Angebot Schritt für Schritt an reale Bedürfnisse anzupassen.

Welche Unterstützung aus unserem Netzwerk kann Euch dabei helfen noch weiter zu wachsen?

Der Schlüssel für uns liegt im Austausch – mit Gründer*innen ebenso wie mit Unternehmen und Expert*innen in der Region. Frische Perspektiven, ehrliches Feedback und geteilte Erfahrungen zeigen uns klar, welche Schritte wir als Nächstes angehen sollten. Ergänzend spielen gezielte Kontakte zu Branchenexpert*innen eine zentrale Rolle, um unsere Reichweite zu vergrößern und den Marktzugang zu erweitern.

Sie wollen noch mehr über curly.do erfahren oder können das Start-Up mit Ihrem Netzwerk und Know-how unterstützen?

Ähnliche News