Locken erleben ein Comeback – doch klassische Dauerwellen gelten oft als unpräzise, schwer reproduzierbar und nicht mehr zeitgemäß. Zudem bietet das herkömmliche Verfahren wenig bis keinen Raum für Kreativität.
Mit curly.do wird die Dauerwelle jetzt neu gedacht – aber nicht nur als Trend, sondern als Ausdruck von Individualität.
Das Kieler Start-up curly.do, gegründet von Friseurmeisterin Janine Falke und Beraterin Barbara Heinbockel, verbindet handwerkliche Expertise und Kreativität mit digitaler Unterstützung.
Mit einem ganzheitlichen Locken-System aus fundierter Haaranalyse, App-gestützter Produktauswahl und klar geführtem Prozess ermöglicht curly.do kontrollierte und reproduzierbare Ergebnisse – abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Kund*innen.
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Herzstück des Systems sind sieben innovative Wickelformen, die sich flexibel kombinieren lassen und so natürliche Bewegung, Struktur und Volumen erzeugen. Das Ergebnis: moderne Locken, die sich wie Naturwellen anfühlen und neue gestalterische Möglichkeiten im Salon eröffnen.
Curly.do gibt so Friseur*innen ein System an die Hand, mit dem sie wieder gestalten statt nur wickeln.
Wir haben einmal genauer bei curly.do nachgefragt, wie sie bisher auf ihrem Weg in der Gründungszene in Kiel, sowohl finanziell als auch fachlich, unterstützt wurden und was für sie das Besondere am Kieler Wirtschaftsstandort ist.
Kiel bietet uns als Gründungsstandort kurze Wege zwischen Idee, Entwicklung und Produktion: Unsere curly.do Formen entstanden zunächst im 3D-Druck im FabLab Kiel und konnten anschließend mit einem regionalen Partner in Dänischenhagen bis zur serienreifen Werkzeug- und Formenproduktion weiterentwickelt werden. Besonders wertvoll war dabei der enge persönliche Austausch vor Ort, der schnelle Iterationen und passgenaue Lösungen ermöglicht hat.
Durch die vielseitigen Fördermöglichkeiten und verschiedensten Akteure in der Start-up Szene bietet Kiel optimale Bedingungen für alle Gründer*innen. Für uns war die frühe, intensive Gründungsberatung der KiWi sehr wertvoll, da sie uns beim strukturellen Aufbau des Start-ups maßgeblich begleitet hat.
Wir haben uns für die Teilnahme bei KielRegion.Accelerates entschieden, um unser Unternehmen bewusst von außen spiegeln zu lassen. Ziel ist es, neue Perspektiven zu gewinnen, passende Expert*innen einzubinden und unsere bestehenden Strukturen strategisch weiterzuentwickeln. Mentor*innen und regionale Netzwerke haben dabei eine zentrale Rolle gespielt: Sie haben uns geholfen, Annahmen zu hinterfragen, Entscheidungen zu schärfen und unsere Vision klarer zu formulieren.
Wir Gründerinnen finanzieren curly. do größtenteils selbst und setzen auf Bootstrapping. Zusätzlich erhielten wir finanzielle Unterstützung durch das Förderprogramm für innovative Start-ups in Schleswig-Holstein, den Seed-Invest-Bonus der WTSH, um unseren Prototypen zum Serienprodukt weiterzuentwickeln.
Eine unserer größten Herausforderungen war es, die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse von Friseursalons rund um das Thema Locken klar zu verstehen und einzuordnen. Da curly.do ein spezialisiertes Thema bedient, variieren Wissenstand, Erwartungshaltung und Einsatzbereitschaft der Salons stark – diese Heterogenität erforderte intensive Gespräche, Tests und Anpassungen.
Unser wichtigster Rat an andere Gründer*innen ist daher: Geht früh und kontinuierlich in den direkten Austausch mit eurer Zielgruppe, auch wenn sie auf den ersten Blick „klar“ definiert scheint. Gerade in Nischenmärkten liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, genau zuzuhören, flexibel zu bleiben und das eigene Angebot Schritt für Schritt an reale Bedürfnisse anzupassen.
Der Schlüssel für uns liegt im Austausch – mit Gründer*innen ebenso wie mit Unternehmen und Expert*innen in der Region. Frische Perspektiven, ehrliches Feedback und geteilte Erfahrungen zeigen uns klar, welche Schritte wir als Nächstes angehen sollten. Ergänzend spielen gezielte Kontakte zu Branchenexpert*innen eine zentrale Rolle, um unsere Reichweite zu vergrößern und den Marktzugang zu erweitern.
Mit der zehnten Ausgabe der Digitalen Woche Kiel wird die Landeshauptstadt vom 2. bis 8. Mai erneut zur Bühne für digitale Zukunftsthemen.
Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind ab sofort möglich.
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