Gründerteam edaira
InnovationStart-ups
23. März 2026
Artikel teilen

Kieler Start-up Spotlight: edaira gibt Lehrkräften Zeit für das Wesentliche

Lehrkräfte arbeiten häufig mit einer Vielzahl isolierter Anwendungen – von Arbeitsblättern über Präsentationstools bis hin zu Lernplattformen. Diese einzelnen Prozesse führen zu hohem Vorbereitungsaufwand und weniger Zeit für die pädagogische Arbeit.

Mit ihrer Plattform bietet edaira eine Lösung für genau dieses Problem. Das Start-up ist Teilnehmer des aktuellen Durchlaufs von KielRegion.Accelerates und kommt aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Gegründet von der Lehrerin und Schulleiterin Rebecca Timmermann und Sascha Timmermann, bündelt pädagogische Erfahrung aus dem Klassenzimmer mit technischer Expertise. Mit der Plattform edaira.ai entsteht ein „Education Operating System“, das den gesamten pädagogischen Workflow – von der Unterrichtsplanung über die KI-gestützte Analyse von Leistungen bis zur Präsentation im Lernraum – in einem einzigen, intelligenten System zusammenführt.

Schulung edaira
Mockup edaira Bewertung

Fotos: edaira

Hinter edaira steht ein Team, das Technologie und Pädagogik vereint: Rebecca Timmermann kennt die Bedürfnisse der Lehrkräfte aus erster Hand, Sascha Timmermann treibt die strategische Entwicklung voran, und Richard Jones verantwortet die technische Architektur.

Das Team verbindet die tiefe Überzeugung, dass Technologie das Bildungssystem nicht nur ergänzen, sondern grundlegend entlasten und verbessern muss. Mit ihrer Plattform schaffen sie mehr als nur digitale Werkzeuge: Sie geben Lehrkräften Zeit zurück – für das, was wirklich zählt: die individuelle Förderung der Schüler*innen.

Wir haben einmal genauer bei edaira nachgefragt, wie sie bisher auf ihrem Weg in der Gründungszene in Kiel, sowohl finanziell als auch fachlich, unterstützt wurden und was für sie das Besondere am Kieler Wirtschaftsstandort ist.

Was bietet Euch Kiel als Gründungsstandort für Vorteile?

Kiel bietet uns als Standort klare strategische Vorteile, allen voran die kurzen Wege innerhalb der Gründerszene und die vielfältige, vom Miteinander geprägte Community. Programme wie KielRegion.Accelerates ermöglichen uns einen direkten Zugang zu einem starken Netzwerk und fördern den Austausch mit regionalen Akteuren und Experten. 

Neben der hohen Lebensqualität durch die Lage an der Förde profitieren wir von einer Infrastruktur, die gezielt auf Vernetzung setzt und uns dabei hilft, edaira als festen Bestandteil der Bildungslandschaft zu etablieren.

Welche Infrastruktur in Kiel nutzt Ihr für Euer Start-up, welche sind bisher besonders wertvoll?

Bisher nutzen wir noch keine festen eigenen Räumlichkeiten in Kiel, bereiten aber aktuell den Umzug ins Kieler Innovations- und Technikzentrum (KITZ) vor. Wir freuen uns sehr auf diesen Schritt, da wir dort bereits seit Beginn unserer Reise große Unterstützung erfahren haben. Der Austausch in einem so dynamischen Umfeld ist für uns ein wesentlicher Faktor, um edaira zukünftig als Teil des Kieler Tech-Ökosystems weiterzuentwickeln.

Warum habt ihr Euch dazu entschlossen bei KielRegion.Accelerates teilzunehmen und was wünscht Ihr Euch als Output?

Die Entscheidung für KielRegion.Accelerates fiel vor allem aufgrund der starken regionalen Vernetzung des Programms. Da wir mit unserem „Education Operating System“ eine infrastrukturelle Lösung für den Bildungssektor bauen, ist der direkte Austausch mit lokalen Akteuren und Entscheidungsträgern für uns essenziell.

Als Output wünschen wir uns eine weitere Schärfung unserer Skalierungsstrategie sowie den Ausbau strategischer Partnerschaften innerhalb der Kieler Region.

Welche Rolle haben Mentor*innen oder lokale Netzwerke bei dem Aufbau Eures Start-ups gespielt?

Bereits im letzten Jahr haben wir an einem Programm teilgenommen, in dessen Rahmen wir durch eine Mentor*innenbegleitung Impulse für unsere strategische Ausrichtung erhalten haben.

Eine Begleitung von Mentor*innen ist besonders wertvoll, um die typischen Höhen und Tiefen im Start-up-Alltag einzuordnen und geduldig und motiviert dranzubleiben. Der Austausch zeigt, dass viele Gründer vor ähnlichen Herausforderungen stehen und man mit seinen Problemen nicht allein ist. Das erdet und wechselt die Perspektive.

Bootstrapping, Venture Capital, Fördermittel, Darlehen, ... wie seid Ihr finanziert und welche Tipps habt Ihr für andere Start-ups auf der Suche nach Kapital?

Wir waren bis vor kurzem vollständig gebootstrapped und werden nun von Raitschin Raitschew und seinem Team GLXY unterstützt – insbesondere durch ihre Erfahrung im Aufbau skalierbarer Plattformen sowie ihre technische und KI-Infrastruktur-Expertise. Außerdem macht es unheimlich Spaß, mit dem sympathischen Team zusammenzuarbeiten.

Was waren Eure größten Herausforderungen auf Eurem Weg bis heute und insbesondere bei der Suche nach externen Finanzmitteln?

Die größte Herausforderung im Bildungsmarkt liegt in der hohen Komplexität der Akteursstruktur und den langen Entscheidungszyklen.

Bei der Finanzierungssuche ist es daher wesentlich, Partner zu finden, die nicht nur Kapital bereitstellen, sondern auch das notwendige Gespür für diesen spezifischen Markt besitzen.

Was könnt Ihr anderen Gründer*innen als Tipps mit auf den Weg geben?

Sucht Euch frühzeitig ein passendes Netzwerk und werdet ein aktiver Teil davon. Der Austausch von Erfahrungen und das Herstellen von Kontakten innerhalb der Community sind wertvoll, da man von den Fehlern und Erfolgen anderer lernen kann.

Welche Unterstützung aus unserem Netzwerk kann Euch dabei helfen noch weiter zu wachsen?

Für uns ist die Multiplikator-Rolle des Netzwerks wichtig: Wir freuen uns, wenn Akteur*innen des Wirtschaftsnetzwerks der Kieler Region aktiv über unsere Vision sprechen und den Austausch mit anderen potenziellen Partnern anstoßen, die bereit sind, moderne Wege in der Bildung gemeinsam mit uns umzusetzen.

Sie wollen noch mehr über edaira erfahren oder können das Start-Up mit Ihrem Netzwerk und Know-how unterstützen?

Ähnliche News