Gewerbegebiet Lehmkaten
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Projektentwicklung
22. April 2024
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Startschuss zur Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes Lehmkaten

Der Zweckverband „Entwicklungsgemeinschaft Altenholz-Dänischenhagen-Kiel“ hat beschlossen, die Landeshauptstadt Kiel mit der Projektsteuerung für das interkommunale Gewerbegebiet zu beauftragen. 

Die KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung wird den Planungs- und Bauprozess übernehmen. Das in der Vergangenheit bereits entwickelte Gewerbegebiet „Lehmkaten“ ist vollständig vermarktet, so dass dieses Gebiet erweitert werden soll. Die Erweiterung befindet sich nördlich der Straße „Postkamp“ (Landesstraße 254), westlich der „Mühlenstraße“ (Kreisstraße 19) und östlich des „Altenholzer Grabens“. Das Areal umfasst 190.000 m² Bruttofläche inkl. der notwendigen Entwässerungsflächen. Ausgleichsflächen im Umfang von weiteren rd. 5 ha sind eingeplant und werden vom Verkäufer der ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen dem Verband zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Der Bebauungsplan für diese Fläche, der bereits von der Gemeinde Dänischenhagen in Abstimmung mit dem Zweckverband aufgestellt wird, kann weitere Anforderungen an eine möglichst klimaschonende und umweltgerechte Entwicklung beinhalten.

Die Entscheidung des Zweckverbands zur Beauftragung der Erschließungsplanung und Umsetzung ist eine wesentliche Grundlage für die weiteren Entwicklungsschritte. Der Zweckverband möchte aufgrund der weiterhin hohen Flächennachfrage die Planungszeiträume verkürzen und wird die Herstellung des Baurechts und die Erschließungsplanung parallel laufen lassen. Daher hat der Verband die Erschließungsplanung bereits Ende Februar 2024 über die KiWi ausschreiben lassen mit dem Ziel, diese Anfang Mai 2024 zu vergeben. Um den Umsetzungsprozess hinsichtlich Zeit- und Kosteneffizienz weiter zu professionalisieren ist die Projektsteuerung an die KiWi als 100%ige Gesellschaft der Landeshauptstadt Kiel vergeben worden. Die KiWi hat zahlreiche interkommunalen Projektentwicklungen bereits mit der Gemeinde Melsdorf und bei der Entwicklung der Gewerbeflächen in der Boelckestraße im Kieler Stadtteil Holtenau koordiniert.

Die große Nachfrage und das knappe Angebot an Gewerbeflächen bestärken uns, dass die interkommunale Gewerbegebietsentwicklung der richtige Weg ist, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region zu stärken. Die KiWi unterstützt diese interkommunale Partnerschaft im Sinne einer ressourcenschonende Gebietsentwicklung sehr gern, um den Unternehmen schnell ein Flächenangebot machen zu können.

Einar Rubin
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Prokurist der Kieler Wirtschaftsförderung  

Im Ordnungsraum Kiel (Landeshauptstadt Kiel und die angrenzenden Teile der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde) gibt es einen erheblichen Bedarf an Gewerbeflächen. Wie das Gewerbeflächenmonitoring des Planungsdialogs für die Kiel-Region zeigt, übersteigt die Nachfrage deutlich das Angebot. Bei anhaltender Nachfrage wird es in den nächsten Jahren nicht ausreichend Flächen im gewerblich-industriellen geben. Durch die erfolgreiche Flächenvermarktung der Wirtschaftsförderungen in den letzten Jahren, steht nur ein verhältnismäßig geringes Kontingent vollständig erschlossener Gewerbeflächen sofort oder kurzfristig zur Verfügung. Daher hat die Landeshauptstadt Kiel vor kurzem eine Gewerbeflächenstrategie beschlossen. Eine Umsetzungsperspektive ist die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit.

Mit der Entwicklung des neuen Gebietes wird die Wirtschaftsflächenentwicklung im Kieler Norden erfolgreich weitergeführt. Das Gewerbegebiet Boelckestraße in Holtenau wurde in den letzten Jahren bereits erschlossen und annähernd vollständig vermarktet. Zusammen mit der künftigen Entwicklung am StrandOrt Kiel in Friedrichsort und der nunmehr gestarteten interkommunalen Entwicklung des „4. Quadranten“ werden sowohl die nördlichen Stadtteile Kiels als auch die umliegenden Kommunen wirtschaftlich weiter gestärkt. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus stärkt zudem die Wettbewerbsfähigkeit einer ganzen Region und liefert einen Schub für die Wirtschaftskraft.

Die Gemeinden Altenholz, Dänischenhagen und die Landeshauptstadt Kiel bilden seit dem Jahr 1997 einen Zweckverband für kommunale Zusammenarbeit. Der Zweckverband mit dem Namen „Entwicklungsgemeinschaft Altenholz-Dänischenhagen-Kiel“ hat die Aufgabe, die kommunale Zusammenarbeit der drei Kommunen auf dem Gebiet der Gewerbeentwicklung und –ansiedlung zu fördern.

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